Dienstag, 14. November 2017

Freiheit hat stets einen Preis


Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.

              (Jean Jacques Rousseau)


Schneebedeckte Berge im Gasteiner Tal

In großer Entfernung zu seinem Geburtsort und somit der Ursprungsfamilie zu leben hat, wie wohl alles im Leben, seine Vor- und auch seine Nachteile. Ein Leben ganz unbeeinflusst von den Meinungen der Menschen mit denen man familiär verbandelt ist zu führen, bringt viel Freiheit mit sich. Daran Entscheidungen ohne Ratschläge und die Erfahrungen der älteren Generation zu treffen, gewöhnt man sich schnell. Denn in der Verantwortung für diese Entscheidungen ist man sowieso stets selbst. Dessen das räumliche Entfernung mit den Jahren auch einen gewissen Grad an emotionaler Entfernung mit sich bringt, ist man sich weniger bewusst. Doch damit gilt es sich mit der Zeit zu arrangieren.

Trotz allem Für und Wider würde ich die Entscheidung 600 km von meinem Heimatort wegzuziehen, jederzeit wieder so treffen. Denn für mich bedeutet zu Hause der Ort an dem ich im Moment lebe. Der Preis für meine Freiheit ist der, dass es von meiner Ursprungsfamilie (Eltern und Geschwister) nur noch mich gibt. Als sogenannter Nachzügler war irgendwann klar, dass die Wahrscheinlichkeit das meine Eltern meinen 50. Geburtstag miterleben, relativ gering ist. Doch damit, dass mein Vater nicht einmal bis zu meinem 10. Geburtstag leben würde, hatte wohl niemand gerechnet. Gleichaltrige haben meine Eltern oft für meine Großeltern gehalten und das hätten sie vom Alter her durchaus sein können. Ist meine älteste Nichte doch gerade mal 9 Monate jünger als ich.

Sich von seinem Heimatort zu verabschieden, wenn die Eltern schon nicht mehr da sind, fällt nicht ganz so schwer. Bei meinem Mann war und ist das anders. Wirklich kompliziert und schwierig wird es, wenn ein Elternteil nicht mehr ganz so fit ist. Und so nehmen wir seit geraumer Zeit allabendlich telefonisch Anteil daran, wie es denn gesundheitlich um einen Elternteil meines Mannes so bestellt ist. Für den eigenen Blog und auch für die Blogs der anderen bleibt daher im Moment leider wenig Zeit. Und der Kopf ist auch nicht wirklich frei um Blogbeiträge zu verfassen.

Mit großen Schritten gehen wir nun auf den Winter zu. Geschneit hat es hier schon zum ersten Mal. Irgendwie kann ich es noch gar nicht so wirklich fassen, dass bald schon wieder Weihnachten ist und das nächste Jahr vorbei. Derzeit steht mir der Sinn irgendwie weder nach Weihnachten noch nach Adventsvorbereitungen in irgendeiner Form. Die Umstellung von der Sommer- auf die Winterzeit beschäftigt meine innere Uhr immer eine ganze Zeit lang. Und so wandle ich hier meist ein bis zwei Wochen jetlagmäßig durch die Weltgeschichte.

Die Blogger die es stets schaffen dreimal in der Woche einen Artikel in ihrem Blog rauszuhauen zu veröffentlichen, bewundere ich für ihren Elan und ihre Disziplin. Zu meinem "Ich bin ich" gehört auch dazu zu stehen, dass das nicht immer wunschgemäß funktioniert. Um gelassen damit umzugehen hilft mir folgendes: Einatmen - Ausatmen (wichtige Übung aus dem Yoga um bei sich selbst zu bleiben 😌). Dafür freue ich mich total auf das nächste Bloggertreffen. Auch wenn ich dafür Mann und Hund ihrem Schicksal überlassen muss 😉. Wie gesagt: Freiheit hat stets ihren Preis....

Sind euch Struktur und Disziplin wichtig beim Bloggen?

Montag, 6. November 2017

Prioritäten im Oktober - Entspannung versus Planung

Herbstimpressionen

Der Wettergott hat es im Oktober wirklich gut gemeint und uns mit vielen sonnigen Tagen beschenkt. So hatte ich die Gelegenheit meine neu erstandene dünne Jacke samt Top unerwarteterweise noch im Oktober tragen zu können. Für die Spaziergänge mit Rocky in Bad Hofgastein wäre das Outfit eindeutig zu dünn gewesen. Denn obwohl das Wetter trocken und oft sonnig war, konnte man merken, das der Schnee aus den Bergen bald auch im Tal fällt.


Die Zeit der dünnen Jacken ist jetzt wohl um

So manche Bloggerkollegin ist bereits mit ihren Zielsetzungen für 2018 beschäftigt. Sich Ziele zu setzen und dahingehend zu planen ist sicherlich sinnvoll. Mit einem zu durchstrukturierten Tagesablauf kann ich mich allerdings derzeit nicht gerade anfreunden. Und ebenfalls nicht damit, für 2018 im Detail zu planen. Obwohl, die Urlaubsplanung für das nächste Jahr ist zumindest was das Reiseziel und die Unterkunft angeht, bereits in trockenen Tüchern. Ansonsten ist das kommende Jahr für mich noch ewig weit weg. Auch wenn der Jahreswechsel sicherlich schneller vor der Tür steht als erwartet.
 
Zum Herbst passen Herbstfarben

Die nächste Reise im November ist schon fest geplant. Obwohl kein Modeblogger stellt sich mir trotzdem die Frage: Was kommt in den Koffer? Bei einem Kurztrip von zwei Tagen muss bestimmt halbe Kleiderschrank mit oder etwa nicht? Ohne Kleidung in Herbstfarben geht gar nix 😉. 


Trinkschokolade und Macarons im Freien und das im November

Im November Trinkschokolade und Macarons im Freien genießen zu können kommt eher selten vor. Bei den milden Temperaturen hat es richtig Spaß gemacht mit Sabine Augsburgs Altstadt zu erkunden. Mein Dank für die Fotos mit Hund und orangener Leichtsteppjacke gehen an sie. Gut das ich wegen des tierischen Begleiters flache Schuhe an hatte. Somit war die Gefahr auf dem Kopfsteinpflaster umzuknicken gebannt.


Altstadt Augsburg
  
Das wir in schnellen Schritten auf Weihnachten und das Ende des Jahres zugehen, übersieht man bei so milden Außentemperaturen ganz schnell. Sobald man allerdings ein Geschäft betritt, fragt man sich doch verwundert ob übermorgen bereits Heilig Abend ist. Die heiß begehrten Konsumenten werden bereits jetzt mit Waren für das Weihnachtsgeschäft überschüttet.

Mit meinen Plänen für Weihnachten halte ich es wie mit der Löffelliste: Kommt Zeit, kommt Rat.

Wie haltet ihr es mit den Planungen für Weihnachten und für 2018?


Freitag, 27. Oktober 2017

Ich bin ich

Herbststimmung

* Artikel enthält eventuell Werbung

Heidi hat zur Blogaktion "Ich bin ich" eingeladen. Kein so einfaches Thema. Besonders deshalb, weil zumindest in meiner Generation Mädchen nicht unbedingt dazu erzogen wurden, eigene Bedürfnisse zu entwickeln. Zu gesundem Selbstbewusstsein im Teenager Alter hat die Art von Erziehung wenig beigetragen. Es ging wohl eher in die Richtung, die ein Buchtitel es umschreibt: "Wer bin ich und wenn ja wie viele?" Interessante These zu dem Thema oder?

Wenn es um mich geht, so ist es kein Geheimnis, dass ich im Herbst geboren, Herbsttyp und bekennender Herbstfan bin. Gerade heute durfte ich mit Rocky, unserem Hund, den Herbst noch einmal von einer seiner schönsten Seiten genießen. Solche Momente ziehe ich ganz eindeutig jedem Shopping Trip vor. Überhaupt zählt "Shopping" im Sinne von durch die Geschäfte ziehen und massenweise Klamotten kaufen weniger zu meinen Hobbys.


Sehr beruhigend: Enten beobachten

Mit einem hohen Anspruch an sich selbst, läuft man Gefahr sich häufig unter Druck zu setzen und stellt sich dadurch oft selbst ein Bein. Sich davon zu verabschieden, stellt eine ziemliche Herausforderung dar. Aus meiner Sicht sind da oft ganz banale Dinge hilfreich. In meinem Fall nämlich an einem Teich zu sitzen und Enten zu beobachten.

Sonnenuntergang in den hohen Tauern

Das Urlaub in den Bergen sehr entspannend sein kann, habe ich erst relativ spät entdeckt. Solange ich nicht stundenlang bergauf irgendwohin wandern muss, ist die Welt für mich in Ordnung. Wo es andere zur Erholung in den Süden und in exotische Länder zieht, darf es bei mir auch schon mal das Gasteiner Tal sein. Solange ich dort nicht zwingend Wintersport machen soll. Dafür fehlt mir bisher die Vorliebe.


Abendstimmung in Landsberg am Lech

Auch wenn wir dort zugezogen sind, so verbinde ich heute mit "zu Hause" Landsberg am Lech. Geboren bin ich im Sauerland, das wir nur noch sehr selten besuchen. In die malerische Altstadt Landsbergs hatte ich mich bereits verliebt bevor wir dorthin gezogen sind. Andere Sprachen finde ich spannend. Bayrisch lernen zu wollen, habe ich aufgegeben. Nicht weil mir der Dialekt nicht gefällt, sondern weil es einfach komisch klingt, wenn ich ihn spreche.


Radtour in Rothenburg ob der Tauber

Nach zwei Unfällen mit dem Fahrrad in Kindertagen, ist mein Verhältnis zu diesem Vehikel etwas gestört. Kürzlich hat mich meine Familie mal wieder zu einer kleinen Radtour überredet. Sicher fühle ich mich auf dem Fahrrad nicht. Meine Beine sind ziemlich kurz und beim Anhalten stehe ich jedesmal unter Stress.

Freiwillig kommt Rocky weniger häufig zu mir

Tiere gab es auch in meiner Herkunftsfamilie schon immer. Als Kind hatte ich Wellensittiche und auch einen Hamster. Rocky ist bereits unser zweiter Hund. Er liebt sein Herrchen heiß und innig. Der Hund hat bei ihm ziemliche Narrenfreiheit. Egal ob Hund oder Kinder, Grenzen setzen finde ich sehr wichtig. Dazu gehört natürlich auch die Disziplin aufzubringen, sie einzuhalten.


Tolles Foto das Sabine beim Bloggertreffen in München gemacht hat

Wie viele andere finde ich es lästig mich fotografieren zu lassen. Trotzdem ist dieses Foto hier  Sabine Ingerl beim Bloggertreffen in München besonders gut gelungen. Dazu das ich einen Schal/Tüchertick und wie die meisten Frauen auch, einen Handtaschentick habe, stehe ich. Mein Mann findet das weniger toll.


Wie man sieht: Herbsttyp

Meinen Horizont erweitere ich unter anderem gerne durch Reisen. Das können auch Städtereisen innerhalb Deutschlands sein. Klar hat das Ausland viel sehenswertes zu bieten, doch es ist genauso wichtig sich mit der eigenen Kultur auseinanderzusetzen.

"Ich bin ich" lässt viel Spielraum um etwas in diese drei Wörter hineinzuinterpretieren. Um sich dieses Motto auf die Fahnen zu schreiben und es auch zu verinnerlichen braucht es Zeit und Mut. Denn wer kann schon von sich behaupten, problemlos ohne Wenn und Aber zu sich selbst mit all seinen Fehlern und Schwächen zu stehen? Wahrscheinlich gehört eine gewisse Reife dazu, authentisch zu sein, denn das fällt meistens gerade nicht vom Himmel. Es macht nämlich einen großen Unterschied ob ich inbrünstig behaupte "Ich bin ich" oder ob ich diesen Grundsatz auch lebe.

Schaut doch auch mal bei den anderen Bloggerinnen vorbei, die sich an der Aktion beteiligt haben.

Wer seit ihr und wenn ja wie viele?



Dienstag, 24. Oktober 2017

Was mich am digitalen Zeitalter manchmal nervt


Das Foto an sich hat mit dem Thema wenig zu tun. Doch nachdem es heute draußen relativ herbstlich und frisch ist, hole ich mir und euch bildlich den Sommer noch einmal zurück. Außerdem stimmen mich die Fotos, die eine ruhige und friedliche Stimmung wiedergeben, etwas versöhnlicher zum Thema.

Digitale Post und ihre Tücken

Werbung und die Deklaration ist ja in Bloggerkreisen immer mal wieder die Grundlage für einen Artikel. Darüber lasse ich mich hier nun gar nicht lang und breit aus. Denn bei den Blogs kann man ja durch reinlesen oder eben nicht entscheiden, ob man sich mit dieser Art der Werbung beschäftigen möchte.

In meinen e-mail Postfächern sieht das manchmal ganz anders aus. Wenn ich dort hinein schaue und es kommt eine Meldung á la "Sie haben 106 ungelesene Nachrichten" dann bin ich darüber nicht immer begeistert. Denn von diesen 106 Nachrichten ist ein Großteil Werbung, die ich eher nicht unbedingt erhalten möchte. Die Angaben in der Betreffszeile sind manchmal wenig hilfreich im Hinblick darauf, ob ich eine mail nun öffne oder nicht. Einige Angaben sind sie schon ziemlich dubios.

Vielleicht veranlassen mich ja auch eigenartige Begründungen vorschnell dazu, meine e-mail Adresse irgendwo anzugeben und schwups ist die nächste Werbemail im Postfach. Manche Firmen sind dabei ganz schön lästig. Denn in Newsletter-Verteilern bin ich auch schon gelandet, obwohl ich ganz bewusst keinen Haken dafür gesetzt hatte. Und aus manchen Verteilern darf man sich häufiger wieder abmelden bevor dann endlich keine Werbemails mehr kommen. Kürzlich habe ich bei der Buchung einer Reise im Internet eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen. Das Kreuzchen für den Newsletter habe ich bewusst weggelassen. Jetzt ratet doch mal von wem ich plötzlich Werbemails erhalte. Sich einfach eine andere e-mail Adresse zuzulegen ist dabei auch keine optimale Lösung. Also werde ich mich wohl oder übel an die 106 ungelesenen Nachrichten gewöhnen müssen.

Unzureichendes Wissen beim Handykauf

Im Zeitalter der schnellen Weiterentwicklung der Technik ist es kein Leichtes stets up-to-Date zu sein. Von dem Wunsch danach habe ich mich bei manchen Dingen, ehrlich gesagt, auch schon verabschiedet. Ist mir manchmal etwas zu kompliziert um stets auf dem neuesten Stand zu sein. Allerdings können die Folgen von Un- oder Halbwissen gerade beim Handykauf ziemlich nervig sein. Ein neues Handy über eine Vertragsverlängerung ist längst kein Thema mehr. Allerdings ist das mit dem Preis/Leistungsverhältnis bei Handys ja so eine Sache, denn die (teure) Technik von heute ist in einem halben Jahr schon längst veraltet.

Die Krux beim Kauf eines günstigen Handys ist leider oft die, das der Speicherplatz im Gerät relativ gering ist. Besitzern eines Smartphones ist sicherlich schon aufgefallen, dass sich die wenigsten Apps erfolgreich auf eine Speicherkarte verschieben lassen. Bei meinen Fotodateien bin ich nicht sicher, ob sie sowohl auf dem Gerätespeicher als auch auf der Speicherkarte vorhanden sind. In der Folge gibt es immer häufiger folgende nette Meldung: "Ihr Gerätespeicher ist fast voll. Löschen Sie....". 😲 Ja und was kann ich nun löschen? Welche App fliegt? Na eigentlich keine, denn würde ich sie nicht brauchen, wäre sie nicht auf dem Handy 😟. Die andauernde Meldung "Ihr Gerätespeicher ist voll. Löschen Sie...." nervt allmählich. Eine befriedigende Lösung habe ich noch nicht gefunden. Brauche ich ein neues (teureres) Handy? Das kommt wohl eher nicht in Frage, Trommel- und Rauchzeichen auch nicht. Und nun?


Gibt es ebenfalls Dinge die euch am digitalen Zeitalter manchmal nerven?

    

Dienstag, 17. Oktober 2017

Werbung: Auszeit in einem kunstvollen Hotel

Wasserfall Bad Gastein

Nach gefühlter Ewigkeit ist es jetzt bald soweit und ich nehme mir eine Auszeit nur für mich. Na ja nicht ganz, der Hund kommt mit. Doch auch der freut sich bestimmt. Hat er doch endlich mal wieder die Aufmerksamkeit so ziemlich für sich alleine. Denn das kommt im Alltag manchmal ebenfalls zu kurz. Auch wenn der Gedanke daran schon etwas eigenartig ist, so freue ich mich auf das Hotel und die Umgebung. Ein Hotel das der Hausherr mit seiner Kunst verschönt findet man ja schließlich auch nicht an jeder Ecke.


Außenbereich Eingang Impuls Hotel Tirol

Im Gasteiner Tal finden zweimal im Jahr die Yoga Tage statt und das Impuls Hotel Tirol ist einer der Hotpots dieses Events. In diesem Herbst stehen sie unter dem Motto "Quelle der Inspiration". Im Hotel gibt es viele Möglichkeiten sich inspirieren zu lassen. Vor allem von den kunstvollen Impulsen des Hausherren Christoph Weiermayer.

Willkommen 1

Bei den meisten von uns wird die linke Gehirnhälfte deutlich mehr gefordert als die rechte. Denn das Beachten von Regeln und Anweisungen, lesen, schreiben, rechnen und sprechen steht für alle auf der Tagesordnung. Intuitiv, emotionell, kreativ und nicht zeitorientiert zu sein dagegen meistens weniger. Aus diversen Fortbildungen ist mir all das hinreichend bekannt. Ebenfalls bekannt ist mir, dass auch im Gehirn bestimmte Bereiche verkümmern, wenn sie nicht gefo(ö)rdert werden.


Solch einen kreativ gestalteten Tisch findet man in keinem anderen Hotel

Ruhe hat man im Gasteiner Tal und im Hotel ganz sicher, wenn man diese wünscht

Empfangsbereich des Hotels

Bekanntlich ist ja der Geist willig und das Fleisch schwach. Denn basierend auf dem oben bereits angemerkten Wissen, stehen Leinwände, Farben und Pinsel schon seit Jahren hier im Keller und werden im Alltag - na was wohl - nicht angerührt. Denn irgendwie ist aller Anfang schwer.

Stellen doch Prägungen aus der Schulzeit bei mir ebenfalls ein Hindernis dar. Denn im Sinne dessen was ich im Kunstunterricht beigebracht bekam, läge eine meiner Stärken ganz sicher nicht im Malen. Deshalb fand ich Kunstunterricht nie entspannend sondern immer blöd.  Dem was dort an Leistung erwartet wurde, konnte ich nie gerecht werden.


Alle Zimmer sind mit Bildern versehen, die in farblicher Harmonie zur Einrichtung stehen
Bild mit dem Logo des Impuls Hotels

Bilder geben den Fluren eine ganz persönliche Note
 

Im Wasser 1

Freude 1

Mit warmen Farben harmonisch abgestimmter Wellnessbereich

Eines der Radonbäder

Auf dem Flur im Therapiebereich

Vor dem Hotel: erste öffentliche Büchervitrine Bad Hofgasteins

Das Impuls Hotel Tirol bietet neben Yoga Einheiten und einem breit gestreuten Programm  Workshops mit Christoph Weiermayer an. Den Gästen steht rund um die Uhr ein Atelier offen, in dem sie sich künstlerisch ausprobieren können. Den Versuch zu wagen ist mir zumindest bei den vielen künstlerischen Impulsen nicht schwer gefallen.


Das Ergebnis eines Experiments

Eine rechteckige Leinwand den eigenen Vorstellungen entsprechend zu gestalten ist gar nicht so einfach. Die schwerste Hürde daran ist eigentlich, die eigenen Erwartungen und Vorstellungen loszulassen. Sonst mischt die linke Hirnhälfte mit ihren Anweisungen mal wieder ziemlich stark mit. Was mein innerer Kritiker zu dem Bild sagt, das fällt hier am besten unter den Tisch. Dessen Kommentar war da nicht gefragt 😉. Das nächste Experiment mit Farben auf der Leinwand ist bereits angedacht 😊.


Kirchbach Bad Hofgastein

Der Yogaherbst  "Quelle der Inspiration"im Gasteiner Tal  bietet die Möglichkeit in 250 Yogaeinheiten mit 40 Yoga-Lehrenden unterschiedliche Yogastile kennenzulernen. Manche Einheiten finden je nach Wetterlage in der einzigartigen Naturlandschaft des Nationalparks Hohe Tauern statt.

Nachdem mein Göga (Begriff geklaut bei Tina 😉) in der letzten Zeit die Autofahrten an den Urlaubsort übernommen hat, ist der Gedanke daran diesmal selbst zu fahren etwas gewöhnungsbedürftig. Doch ganz unabhängig davon freue ich mich auf die Yogaeinheiten bei Alexandra Meraner und Christine Ranzinger sowie den Workshop "Intuitives Malen mit Acryl" bei Christoph Weiermayer.


Nehmt ihr euch auch manchmal eine Auszeit vom Alltag?





Sonntag, 8. Oktober 2017

Die schönen Seiten des Älterwerdens


Es gibt weder Gutes noch Schlechtes; 

erst das Denken macht die Dinge so 

(frei übersetzt: W. Shakespeare)


Die Alcazaba, eine Festungs- und Palastanlage oberhalb von Málaga

Ines Meyrose hat vor einiger Zeit zur Blogparade zum  Thema "Die schönen Seiten des Älterwerdens" aufgerufen, an der ich mich nun gerne beteilige. Viele Bloggerkolleginnen haben dazu auf ihren Blogs schon ihre Meinung kundgetan. Nach meinem Empfinden sieht man das Älterwerden mit 50 + aus einem anderen Blickwinkel als vielleicht mit Mitte 40. Denn es geht noch einmal verstärkt darum Vorstellungen über sein Äußeres und darüber wie das eigene Leben bis dahin gelaufen sein sollte loszulassen und sich von Dingen die plötzlich nicht (mehr) zu einem passen, zu verabschieden. Dabei kann es sich um Freunde oder den Partner von dem man sich weg entwickelt hat oder auch den Job handeln. Fragen wie: "Was ist mir wirklich wichtig?" oder" Wohin will ich eigentlich?" gewinnen stärker an Bedeutung als in den Jahren vorher, weil das Bewusstsein für die eigene Endlichkeit noch deutlicher wird. Solche Prozesse sind nicht immer einfach und oft auch mit Trauer und Traurigkeit verbunden.

Die Meinung vieler meiner Vorschreiberinnen, Älterwerden sei nichts für Feiglinge, teile ich bedingungslos. In einer Gesellschaft, in der Jugendlichkeit und Leistung einen so hohen Stellenwert hat, für sich persönlich schöne Seiten am Älterwerden zu entdecken, ist wahrhaftig eine Herausforderung. Insbesondere auch deshalb, weil wir uns ja wesentlich leichter damit tun, stets auf die negativen Seiten der Dinge zu schauen.

Eine der schönen Seiten des Älterwerdens ist für mich, dass sich der Blick auf die Dinge ändert und einem die Einzigartigkeit ganz anders ins Auge fällt und auch als solches in Erinnerung bleibt. Etwas so Besonderes wie z. B. die Alcazaba in Málaga gesehen zu haben, verliert dann an Selbstverständlichkeit. Das erfüllt mich mit großer Dankbarkeit für all die schönen Dinge, die ich sehen und erleben darf. Dem schließt sich an, dass ich mir erlauben kann, zu leben und Dinge zu genießen statt das Leben an mir vorbei rauschen zu lassen (wie Sunny in ihrem Artikel zum Thema so treffend erwähnt). Es lässt mich erahnen, das nicht nur Dinge einzigartig sind, sondern jedem Lebenwesen ebenfalls diese Einzigartigkeit inne wohnt.

  
Bewerbungsfoto zum beruflichen Wiedereinstieg

Ob ich beruflich mein Potential voll ausschöpfe oder ausgeschöpft habe, darüber habe ich mir nie großartig Gedanken gemacht. Mir ist es wichtig, Spaß an dem zu haben was ich mache. Mit dem Begriff "sich unter Wert verkaufen" kann ich dabei wenig anfangen. Denn mit zunehmendem Alter verschieben sich die Werte und vor allem die (harten) Urteile sich und anderen gegenüber. Überhaupt betrachtet man die Dinge etwas nachsichtiger. Perfekt sein wird weniger wichtig sondern eher echt sein im Sinne von authentisch.


Kleidungstechnisch ist hier schon viel mehr Farbe im Spiel

Den Augenblick zu genießen und zu feiern gehört ebenfalls zu den schönen Seiten des Älterwerdens

Jedes Wochenende unterwegs sein zu müssen, ist längst passé. Momente die ich mit Menschen verbringen darf, die mit mir auf einer Wellenlänge schwimmen, empfinde ich als unendlich kostbar. Für Gespräche, die meinen Horizont erweitern, schlage ich mir gerne mal eine Nacht um die Ohren. Über den Tellerrand zu blicken ist viel unkomplizierter, wenn sich das Schubladendenken erst einmal minimiert. Das fällt im Alter oft leichter als in jungen Jahren. Denn hat man sich selbst schon mal in so einer Schublade wieder gefunden, führt das dazu die eigenen Urteile schneller zu hinterfragen oder ganz fallenzulassen.


Blick auf den Hamburger Hafen in der Dämmerung

Die Dinge so zu akzeptieren wie sie sind und damit gelassen umgehen zu können, ist ein Vorteil, den das Älterwerden ebenfalls mit sich bringt. Wir leben hier in Bayern als sogenannte "Zugereiste". Damit habe ich keinerlei Probleme. Spannend finde ich vielmehr, dass die Mentalität der Menschen in den unterschiedlichsten Gegenden Deutschlands so verschieden ist. So wie sich Landschaft und Natur zwischen Nord und Süd unterscheiden, so unterscheidet sich auch das Naturell der Menschen. Im Alter fällt es leichter solche Mentalitätsunterschiede mit Gleichmut zu betrachten. Sowohl die Landschaft als auch das Naturell der Menschen gefällt mir im Süden wie im Norden gleich gut. Es ist anders und damit weder besser noch schlechter.....


Interessante Begegnung: Eine Oma aus Legosteinen im Legoland Günzburg

Bekanntschaft mit den Klischees einer Oma und wie diese so aussieht durfte ich im Legoland in Günzburg machen. Inzwischen bin ich selber Oma und habe mit der aus dem Legoland wenig gemeinsam. Allerdings gehört das Omasein mit zu einer der schönsten Geschenke meines Lebens. Heute habe ich von meiner Enkelin ein Ständchen am Telefon bekommen. Sie hat mit ihren 2,5 Jahren "Chöre" von Mark Forster für mich gesungen. Das war das Highlight meines heutigen Tages. Während der Zeit, die ich mit meiner Enkelin verbringe, ist alles andere Nebensache für mich. Sie ist eine tolle Lehrmeisterin darin, mir aufzuzeigen, nur im gegenwärtigen Moment zu sein. Auch wenn sie lebhaft und anstrengend ist, die Zeit mit ihr genieße ich total. Denn im Gegensatz zu den eigenen Kindern, kann ich die Verantwortung für sie wieder abgeben.

Mutter und Oma zu sein sehe ich als Lebensmodell an, welches ich für mich gewählt  habe (zumindest das Modell der Mutter 😉). Wer als Frau für sich ein anderes gewählt hat, hat sich diesbezüglich niemand anderem gegenüber zu erklären. Glücklicherweise leben wir in einer Gesellschaft, in der wir die Freiheit haben, als Frauen unseren Weg selbst zu wählen.

Gleich geht's los: Am Flughafen vor dem Abflug nach Valencia

Das mich mein Umfeld manchmal für "schrullig" hält ist mir ziemlich egal. Meine Meinung kann ich heute viel klarer und selbstbewusster vertreten als vor einigen Jahren. Ich muss mit der Tür, mit der ich dann ins Haus falle ja nicht gleich alle erschlagen. Überfahren lasse ich mich längst nicht mehr so schnell und ein X für ein U verkaufen, ist auch vorbei.

Das Älterwerden mit dem Herbst des Lebens zu vergleichen, halte ich für ziemlich realistisch. So wie der Herbst durchaus schöne und stürmische Zeiten mit sich bringt, kann es auch beim Älternwerden manchmal ganz schön stürmisch zugehen. Ob und wie jeder damit klar kommt, hängt sehr von der Einstellung zum Älterwerden ab. Erfreulich das unsere Generation längst nicht mehr daran gebunden ist, die Klischees der Alten aus den Generationen vor uns leben zu müssen.

Den Post beschließe ich mit der Rede, die Charlie Chaplin zu seinem 70. Geburtstag hielt und für mich sehr treffend die schönen Seiten des Älterwerdens aufzeigt:

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.


Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.


Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man „REIFE“.


Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.


Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.


Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.


Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“.


Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.


Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !

Ein Hoch auf die schrulligen Alten oder wie seht ihr das? 😉




Sonntag, 1. Oktober 2017

Der Herbst und seine schönen Seiten

Herbstmarkt und Altstadtfest in Nürnberg

Der Wechsel vom Sommer in den Herbst war diesmal irgendwie ziemlich abrupt. Nun sind die etwas wärmeren Tage gezählt und inzwischen wird es auch deutlich früher dunkel. Der Herbst gehört als Jahreszeit zu meinen Favoriten. Ich mag die Vielfalt der Farben, die er hervor bringt. Das Wetter ist oft noch beständig genug für Kurzausflüge. In vielen Orten finden Märkte statt und es macht Spaß über diese zu schlendern. Mich zieht es immer wieder nach Nürnberg, weil die Stadt einfach irgendwas an sich hat, was mich anzieht. Im September sind dort der Herbstmarkt und das Altstadtfest an den Wochenenden Anziehungspunkt für viele Besucher. Wer die Möglichkeit hat sollte in Nürnberg daher in diesem Zeitraum seinen Besuch besser unter der Woche einplanen.


Der letzte schöne Tag im September in Memmingen

Am letzten schönen Tag in September haben wir uns spontan entschlossen, einen Ausflug nach Memmingen zu machen. Die Altstadt ist wirklich sehenswert und es gibt an vielen Stellen die Möglichkeit draußen zu sitzen. Bei 23 Grad haben sich viele auch dafür entschieden, denn möglicherweise war das in diesem Jahr die letzte Gelegenheit dazu.


Diese Bushaltestelle wurde passend zum Herbst dekoriert

Die Fotoqualität hat bedingt durch die einsetzende Dämmerung etwas gelitten

Das Schaufenster im Hintergrund präsentiert die neue Herbstmode

Heute am 1. Oktober zeigt sich der Herbst von seiner eher ungemütlichen Seite. Doch auch das gehört zu dieser Jahreszeit, in der die Bauern fleißig damit beschäftigt sind, das zu ernten was sie gesät haben. An solchen Tagen nehme ich als bekennender Teetrinker und -fan gerne die Gelegenheit wahr, es mir mit einer guten Tasse Tee auf der Couch gemütlich zu machen. Gewürze wie Ingwer, Chili und Zimt werden hier jetzt so langsam wieder aus der Ecke geholt. Einer Kürbissuppe verpassen einige von ihnen den letzten Schliff.

Herbstliche Deko und die Duftlampen kommen auch wieder zum Einsatz
  
Wie viele hoffe natürlich auch ich auf einen goldenen Oktober und bei Schmuddelwetter verkrieche ich mich mit einer Tasse Tee unter die Decke. Beim Geruch von Zitrusdüften aus der Duftlampe denke ich dann darüber nach, ob ich dem Herbst des Lebens etwas schönes abgewinnen kann. Vielleicht klappt es dann ja noch mit einem Beitrag zu "Die schönen Seiten des Älter werdens" bei Ines Meyrose. 

Könnt ihr euch mit dem Herbst als Jahreszeit anfreunden?